Was wir wollen
Veränderung wagen

Gemeinsam können wir an vielen verschiedenen Orten etwas in Bewegung bringen. Als Einzelpersonen schaffen wir es nicht, die ganze Welt zu retten, aber wenn wir Menschen einladen, sich mit uns auf den Weg zu machen, mutig und offen sind und wenn wir den Blick über den eigenen Kirchturm wagen, können wir etwas bewegen.

Verantwortung übernehmen

Lasst uns da anfangen, wo wir etwas bewirken können. Lasst uns Mitstreiter*innen, Gelegenheiten, Strukturen und Orte finden, wo wir aktiv werden können. Lasst uns ausprobieren und herausfinden, wie wir unsere Möglichkeiten ausschöpfen und Wirkungen erzielen können. Frei nach dem Motto: “Global denken - lokal handeln!”

Strukturen verändern

Für eine nachhaltige Entwicklung reicht es nicht aus, wenn sich jede(r) von uns "besser verhält", wir brauchen strukturellen Wandel und verbindliche Regelungen. Ob Kirchengemeinden, Kommunen, Länder oder Landeskirchen - wir fordern Verantwortungsträger*innen überall auf, sich für entsprechende Regeln einzusetzen.

Mit Freude und Spaß etwas bewegen

Möchten wir nicht alle ein gutes und glückliches Leben führen? Lasst uns Begegnungen, Erlebnisse, Natur, Liebe und Freundschaft wieder in den Fokus rücken und zeigen, wie viel Spaß und Freude gemeinsame Aktionen zur Weltverbesserung machen können.

Mit dieser Checkliste könnt Ihr schnell und einfach herausfinden, in welchen Bereichen Ihr bereits nachhaltig unterwegs seid und wo nicht. Gleichzeitig soll sie Euch mit vielen Ideen zu nachhaltigem Handeln anregen. Sie erhebt jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Lasst Euch inspirieren und werdet selbst aktiv, denn es kommt auf uns alle an!

Viel Spaß beim Lesen, Ausprobieren und Erfolge feiern!
Wir freuen uns über jede Rückmeldung zur Checkliste! Gerne könnt Ihr uns Eure Anregungen, Ideen, Kritik, Erfahrungen und Erfolge mailen: Link

Eure Projektgruppe Nachhaltigkeit der Evangelischen Jugend im Rheinland
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Gebrauchsanleitung
Die Kategorien der Checkliste:
  • 1. Konsum und Beschaffung
  • 2. Abfall
  • 3. Büro und Gremien
  • 4. Gebäude und Energie
  • 5. Mobilität
  • 6. Biodiversität fördern
  • 7. Netzwerke und Strukturen

Zu jeder Kategorie gibt es eine kurze Einleitung, konkrete Fragen und weiterführende Links. Die Einleitung soll kurz veranschaulichen, wieso die Kategorie für Euch wichtig sein kann.

Vier Antwortmöglichkeiten zu jeder Frage:
  • 1. Das machen wir bereits
  • 2. Das packen wir jetzt an
  • 3. Das läuft bei uns noch nicht
  • 4. Das trifft für uns nicht zu

Die konkreten Fragen sollen Euch gezielt Anregungen geben, was Ihr zu dem jeweiligen Thema machen könnt. Mit den weiterführenden Links könnt Ihr Euch dann zu den einzelnen Punkten weiter informieren.

Das Ergebnis:

Mit einem Klick auf den Ergebnis-Button am Ende des jeweiligen Themenbereichs wird Euch das Ergebnis direkt auf dem Bildschirm angezeigt. Auf dieser Seite findet Ihr dann auch die Möglichkeit, die Auswertung als PDF-Dokument herunterzuladen und auszudrucken.
Mit dem angezeigten Auswertungscode habt Ihr außerdem die Möglichkeit, später auf Eure Ergebnisse zurückzugreifen, also gut notieren.
Seid Ihr im grünen oder gelben Bereich gelandet, könnt Ihr zusätzlich einen Banner auf Eurer eigenen Website einbinden und allen zeigen: „Wir haben’s gecheckt!“

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Konsum & Beschaffung
Abfall
Büro & Gremien
Gebäude & Energie
Mobilität
Biodiversität fördern und erhalten
Netzwerke & Strukturen
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Konsum & Beschaffung

Beim Kauf von Verbrauchsmaterialien und Geräten gibt es ein großes Potential für nachhaltiges Handeln. Die Jugendarbeit lebt von Ideen und Initiativen, die oft in kurzer Zeit und spontan umgesetzt werden. Sie verbraucht dabei ebenso wie in regelmäßig laufenden Projekten Ressourcen. Im Folgenden laden wir euch ein, diesen Vorgang unter Nachhaltigkeits-Gesichtspunkten zu betrachten:

Allgemeine Kriterien für Konsum und Beschaffung:

Förderung von Regionalität, bewusster Einkauf (z.B. kann vorher eine Checkliste mit Kriterien für den Einkauf aufgestellt werden), Ausstattung für den Einkauf (z.B. Jute-Beutel, Mehrweg-Tragetaschen, Gemüsenetze, Brotdosen, Gläser, Rucksack etc.), Bevorzugung langlebiger Konsumgüter, wo möglich Upcycling oder Second Hand statt Neuanschaffung, Vermeidung von langen Transportwegen und Onlinehandel, bewusster Verzicht auf nicht notwendige Dinge, Reparierbarkeit.

Beispiele für Bereiche, in denen auf Nachhaltigkeit geachtet werden kann und soll: Lebensmittel, Bürobedarf, Reinigungsmittel, Elektrogeräte, Materialien für...

Lebensmittel
Lebensmittel

Nachhaltiger Einkauf von Lebensmitteln (Mögliche Kriterien sind: regional, saisonal, biologischer Anbau, fair gehandelt, vegetarisch, vegan)

Fragen
1.
Wird bei der Beschaffung von Lebensmitteln für Freizeiten, Projekte,Versammlungen auf Nachhaltigkeitskriterien geachtet?
2.
Kann mit regionalen Anbieter*innen, die nachhaltige Produkte vermarkten, zusammengearbeitet werden?
3.
Wird beim Abendmahl darauf geachtet, dass Wein, Saft, Oblaten und Brot aus biologischer und / oder fairer Produktion stammen?
4.
Gibt es eine Zusammenarbeit z.B. mit: Dorfläden, Weltläden, Unverpackt-Läden, Hofläden und regionalen Foodsharing-Angeboten?
zu den nächsten Fragen
Links und Tipps, die den nachhaltigen Einkauf erleichtern:

Regionale Geschäfte https://foodahoo.com/
Saison-Kalender unter https://www.regionalsaisonal.de/saisonkalender
Möglich ist es auch, ein Gemüseabo abzuschließen, falls man kaum Zeit hat, einkaufen zu gehen.
Infos zum VeggiDay: http://www.veggiday.de/

Siegel, die den Einkauf erleichtern:
Nabu: Siegel-Check
https://www.gepa-shop.de/siegel-zeichen-und-zertifikate / https://www.brot-fuer-die-welt.de/fileadmin/mediapool/2_Downloads/Fachinformationen/Aktuell/Aktuell21_bio_und_fair.pdf
Die Seite Planetary Health Diet zeigt, wie wir uns so ernähren können, dass genug für alle da ist und es für einen selbst gesund ist.
Gläser und Dosen vorhalten, um Essensreste von Festen und Versammlungen Besucher*innen im Anschluss mitgeben zu können.

Bürobedarf
Bürobedarf

Nachhaltiger Einkauf von Bürobedarf (Mögliche Kriterien sind: langlebig, plastikfrei, recycelt, wiederverwendbar, natürliche Rohstoffe bzw. Ressourcen, fair)

Fragen
1.
Wird bei der Anschaffung des Bürobedarfs auf Kriterien der Nachhaltigkeit geachtet?
2.
Ist eine Zusammenarbeit z.B. mit einer lokalen Schreinerei denkbar?
3.
Können von einem regionalen Geschäft nachhaltige Schreibwaren und Materialien des Bürobedarfs bezogen werden?
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zu den nächsten Fragen
Links und Tipps:

Ideen sind z.B.: Tische, Stühle, Ablagesysteme etc. aus Holz, Ordner, Mappen und Schnellhefter aus Papier bzw. Pappe, Recycling-Papier, klammerlose Tacker, plastikfreies Packband sowie Seidenpapier als Ersatz für Luftpolsterfolie uvm. (weitere Ideen, Inspirationen und Angebote z.B. unter https://www.memolife.de/papier-schule-buero)

Reinigungsmittel
Reinigungsmittel

Verwendung nachhaltiger Reinigungsmittel (Mögliche Kriterien sind: pflanzliche, mineralische und/oder nachwachsende Rohstoffe, verpackungsarm bzw. -frei)

Fragen
1.
Werden für die Reinigung der Gebäude nachhaltige Reinigungsmittel und Putzutensilien verwendet?
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Links und Tipps:

Tipp: Ökologische Reinigungsmittel vorrangig aus pflanzlichen und mineralischen Rohstoffen, die aus nachwachsen Rohstoffen hergestellt sind und sich leicht abbauen. Auf synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe, antibakterielle Zusätze, Gen-und Nanotechnik mit umweltschädigendem und allergenem Potenzial sollte so weit wie möglich verzichtet werden. Behälter sollten wiederbefüllbar und recycelbar sein.

Elektrogeräte
Elektrogeräte

Nachhaltige Anschaffung (und Verwendung!) von Elektrogeräten (Mögliche Kriterien: fair gehandelt und produziert, recycelt, energieeffizient, schadstoffarm, langlebig, reparierbar)

Fragen
1.
Werden statt neuen auch generalüberholte Elektrogeräte verwendet bzw. angeschafft?
2.
Werden eigene Geräte eher generalüberholt als abgeschafft?
3.
Wird bei der Anschaffung von Elektrogeräten darauf geachtet, dass sie langlebig und energieeffizient sind?
4.
Werden die bestehenden Elektrogeräte energiesparend verwendet?
zurück
Links und Tipps:

Generalüberholte Elektrogeräte z.B. unter https://www.refurbed.de/c/haushaltsgerate

Fair Phone: https://shop.fairphone.com/de
Shiftphone: https://www.shiftphones.com

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Abfall

Der Verbrauch von Ressourcen in der Jugendarbeit ist auch in vielen Fällen der Ausgangspunkt für die Entstehung von Abfall. Die nachfolgende Betrachtung hilft auch diesen Bereich unter nachhaltigen Gesichtspunkten einzuordnen:

Allgemeine Informationen zum Thema Abfall:

Im Jahr 2018 wurden in Deutschland 417 Millionen Tonnen Müll verursacht. Über die Hälfte davon sind Bau- und Abbruchabfälle. Ein knappes Achtel (50 Millionen Tonnen) machen die Siedlungsabfälle aus, also Haushaltsabfälle und ähnliche Industrielle und gewerbliche Abfälle. Die Hälfte des Hausmülls besteht inzwischen aus Verpackungen, also Kartons und Plastikverpackungen. Von den Plastikverpackungen wird ca. ein Sechstel (1 Million Tonnen) ins Ausland exportiert. Bei diesen Mengen ist zügiges Handeln der Politik gefragt, auf ressourcensparende Methoden in allen Bereichen hinzuwirken, strengere Vorgaben zur Vermeidung und Verringerung von Verpackungen vor allem in Supermärkten zu machen und den Einsatz gerade von Mehrwegflaschen z. B. durch eine Ausweitung des Pfandsystems zu fördern. Denn aktuell steigen die Zahlen der verkauften Einwegflaschen und der Mehrweganteil auf dem Markt sinkt.

Wer privat oder in Einrichtungen seinen Beitrag leisten will, die*der kann sich an der Grundregel ‘vermeiden - verringern - recyceln - trennen’’ orientieren.

Vermeiden
Fragen
1.
Wird versucht, bewusst Verpackung sparend einzukaufen?
2.
Werden Unverpackt-Läden in der Nähe genutzt?
3.
Wird darauf geachtet, in passenden Mengen einzukaufen? (größere Menge = weniger Verpackung; abzuwägen mit Wegwerf-Risiko)
4.
Werden Dinge, wie Putzmittel und Seife selbst hergestellt?
5.
Ist das Leitungswasser in Eurer Gemeinde/Einrichtung trinkbar und wird es statt eingekauftem Mineralwasser verwendet?
6.
Werden kaputte Elektrogeräte und Kleidung sowie Möbel, Spielmaterialien usw. repariert? (z.B. durch Repaircafés in der Nähe)
7.
Wird bei der Anschaffung von neuen Möbeln/Geräten auf deren Qualität, Herkunft, Langlebigkeit und Reparierbarkeit geachtet?
8.
Werden zum Einkaufen eigene Netze, Stoffbeutel und Kisten verwendet? (statt Plastiktüten)
9.
Werden Kleidertauschpartys organisiert oder in Second Hand Laden gespendet?
zu den nächsten Fragen
Weitere nützliche Tipps und Links

Müllervermeidung: https://www.zugutfuerdietonne.de
Online Anleitungen zur Reparatur von Geräten: https://de.ifixit.com
Anleitung zum Flicken geliebter Kleidungsstücke https://www.youtube.com/watch?v=T5qPXDxmK40 (Socken zum Beispiel)
Kleidertauschparty: http://www.kleidertausch.de
Was ist eine GiveBox?: https://www.mehrwert.nrw/werkzeuge/loslegen/leitfaeden/givebox
Infos und Einkaufsmöglichkeiten für z.B. Gemeindefeste: https://www.plastikalternative.de
Weitere Tipps zur Plastikminimierung: https://utopia.de/ratgeber/tipps-weniger-plastik-alltag
Infos zum Thema Mülltrennung: https://www.gruenerpunkt.de/de/muelltrennung-muell-trennen.html
Infos zum Kompostieren: Kompost: Alles vom richtigen Kompostieren bis zur Komposttoilette - Plantura;
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/151207_stg_uba_kompostfibel_web.pdf
Selbst Putzmittel herstellen: https://nachhaltigputzen.de/nachhaltige-putzmittel-selber-machen
Selbst Seife herstellen: https://meereslauschen.com/artikel/diy-nachhaltige-seife-selbst-gestalten

Ideen für die Jugendarbeit:

Re- und Upcyclingprojekte, Müllsammelaktionen

Verringern
Fragen
1.
Wird darauf geachtet, nach Möglichkeit, wenig zu Drucken? (Wenn doch, dann auf Recyclingpapier und doppelseitig)
2.
Verwendet ihr Plastik-Alternativen (z. B. Bienenwachstücher, Bambusbecher, Stoff-Servietten, Dosen aus biologisch abbaubarem Material)
3.
Vermeidet ihr Einwegflaschen?
zurück
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Weitere nützliche Tipps und Links

Müllervermeidung: https://www.zugutfuerdietonne.de
Online Anleitungen zur Reparatur von Geräten: https://de.ifixit.com
Anleitung zum Flicken geliebter Kleidungsstücke https://www.youtube.com/watch?v=T5qPXDxmK40 (Socken zum Beispiel)
Kleidertauschparty: http://www.kleidertausch.de
Was ist eine GiveBox?: https://www.mehrwert.nrw/werkzeuge/loslegen/leitfaeden/givebox
Infos und Einkaufsmöglichkeiten für z.B. Gemeindefeste: https://www.plastikalternative.de
Weitere Tipps zur Plastikminimierung: https://utopia.de/ratgeber/tipps-weniger-plastik-alltag
Infos zum Thema Mülltrennung: https://www.gruenerpunkt.de/de/muelltrennung-muell-trennen.html
Infos zum Kompostieren: Kompost: Alles vom richtigen Kompostieren bis zur Komposttoilette - Plantura;
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/151207_stg_uba_kompostfibel_web.pdf
Selbst Putzmittel herstellen: https://nachhaltigputzen.de/nachhaltige-putzmittel-selber-machen
Selbst Seife herstellen: https://meereslauschen.com/artikel/diy-nachhaltige-seife-selbst-gestalten

Ideen für die Jugendarbeit:

Re- und Upcyclingprojekte, Müllsammelaktionen

Trennen
Fragen
1.
Wird der Müll bei euch getrennt? (Bio, Plastik, Rest und Papiertonnen/Container/Kompost)
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Weitere nützliche Tipps und Links

Müllervermeidung: https://www.zugutfuerdietonne.de
Online Anleitungen zur Reparatur von Geräten: https://de.ifixit.com
Anleitung zum Flicken geliebter Kleidungsstücke https://www.youtube.com/watch?v=T5qPXDxmK40 (Socken zum Beispiel)
Kleidertauschparty: http://www.kleidertausch.de
Was ist eine GiveBox?: https://www.mehrwert.nrw/werkzeuge/loslegen/leitfaeden/givebox
Infos und Einkaufsmöglichkeiten für z.B. Gemeindefeste: https://www.plastikalternative.de
Weitere Tipps zur Plastikminimierung: https://utopia.de/ratgeber/tipps-weniger-plastik-alltag
Infos zum Thema Mülltrennung: https://www.gruenerpunkt.de/de/muelltrennung-muell-trennen.html
Infos zum Kompostieren: Kompost: Alles vom richtigen Kompostieren bis zur Komposttoilette - Plantura;
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/151207_stg_uba_kompostfibel_web.pdf
Selbst Putzmittel herstellen: https://nachhaltigputzen.de/nachhaltige-putzmittel-selber-machen
Selbst Seife herstellen: https://meereslauschen.com/artikel/diy-nachhaltige-seife-selbst-gestalten

Ideen für die Jugendarbeit:

Re- und Upcyclingprojekte, Müllsammelaktionen

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Büro & Gremien

Gremien- und Büroarbeit gehören auch in der Jugendarbeit, in der Arbeit der Gemeinde und in der Arbeit des Kirchenkreises dazu. Durch die voranschreitende Digitalisierung wird die Nutzung von Homeoffice und von Videokonferenzen immer populärer. Neben den verwendeten Geräten im Büro und Homeoffice spielt unter anderem die Verpflegung, die Anreise, Diensthandys und die Strom-, Wasser- und Heizungssituation eine Rolle. Auch im Büro und in der Gremienarbeit ist also an vielen Stellen auf Nachhaltigkeit zu achten.

Grundsätzlich kann bzw. sollte die Frage gestellt werden, ob es notwendig ist Papier zu nutzen, oder ob es möglich ist, die Gremien und Büroarbeit möglichst papierfrei zu gestalten.

Fragen
1.
Wird bei Papier, Briefumschlägen usw. darauf geachtet, dass die Materialien recycelt sind?
2.
Wird darauf geachtet, Papier doppelseitig zu nutzen und zu bedrucken?
3.
Wird schon darauf geachtet, dass Snacks, die für das Büro oder Sitzungen gebraucht werden, nachhaltig und fair sind?
4.
Wird geprüft, inwieweit Gremien und Arbeitsaufgaben digital stattfinden können? Sind Hybridmodelle im Blick?
5.
Wird bei der Anschaffung und Nutzung der Geräte, der Technik und der Büroeinrichtung auf Nachhaltigkeitsstandard geachtet? (gebraucht kaufen, abschaltbar, wiederbefüllbare Tonerkassetten)
6.
Werden Diensthandys gebraucht angeschafft?
7.
Werden bei der Anschaffung von Handys Fairphones und Shiftphones vorgezogen?
8.
Nutzt eure Gemeinde/ Einrichtung ein grünes/ faires Konto?
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Weitere nützliche Tipps Links:

www.memo.de
www.nager-it.de (Computermäuse)
www.lapstore.de
https://www.blauer-engel.de
https://www.pollypaper.de/collections/direktrecycling
https://papierwende.de
https://www.umweltbundesamt.de/papier-druckerzeugnisse#vorteile-von-recyclingpapieren
Es gibt auch “grüne” Handyvertragsanbieter, bspw. Wetell: https://www.wetell.de

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Gebäude & Energie

Die Jugendarbeit und auch die Gemeindearbeit kann nicht losgelöst von den Bedingungen betrachtet werden, die sie umgibt und in denen sie stattfindet. Aus diesem Grund lohnt sich auch hierbei ein Blick unter nachhaltigen Aspekten:

Energiegewinnung und -verbrauch sowie die energetische Nutzung der vorhandenen räumlichen Ressourcen und ihrer Dämmung stellen seit jeher einen großen Bereich zur Erschließung neuer umweltgerechter und nachhaltiger Energieversorgung und Entwicklung von Einsparpotentialen dar. Handlungsfelder, die sich daraus für unsere Gemeinden und die dort stattfindende Jugendarbeit ergeben, könnten die lokal bezogene Energiegewinnung, umwelt- und ressourcenschonende Heizanlagen, Energiesparen und eine bedarfsgerechte Nutzung der vorhandenen Rohstoffe sein. Um in diesem Bereich eine nachhaltige Entwicklung einzuleiten, ist eine Analyse der bestehenden Situation sehr hilfreich:

Gebäudeauslastung

Energetische Verbesserungen an Gebäuden sind mit hohen Investitionen verbunden, diese sind um so gerechtfertigter, je höher die Auslastung der Gebäude und Räume ist.

Fragen
1.
Könnt ihr den Nutzungsgrad der Gebäude darstellen?
2.
Gibt es Ideen, den Nutzungsgrad künftig zu erhöhen? Z.B. durch Überlassung an Vereine oder Schulgruppen, etc.(vgl. dazu auch Punkt 7.7 der Checkliste)
3.
Lohnt sich gegebenenfalls eine gesteuerte Absenkung der Raumtemperaturen bei längerer Nichtnutzung (vielleicht besser unter Heizung führen)?
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Strom - Angebot
Fragen
1.
Wird darauf geachtet, dass der Stromanbieter Ökostrom anbietet?
2.
Investiert Euer Stromanbieter die Ökostrom-Umlage in den Aufbau weiterer nachhaltiger Stromgewinnung?
3.
Wird geprüft, ob über einen Wechsel des Tarifes oder des Anbieters eine nachhaltigere Erzeugung des verbrauchten Stroms möglich ist?
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Links und Tipps:

A. Möglicher Rahmenvertrag über die Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland:
https://www.wgkd.de/rahmenvertraege.html

B. Angebote für Energielieferung und -dienstleistung von WIRgemeinsam, ein Angebot der ESDG Energie-Service Dienstleistungsgesellschaft mbH: https://www.wirgemeinsam.org

C. Mögliche Stromanbieter sind:
- Green Planet Energy eG Grüne Energie für Gewerbetreibende | Green Planet Energy (green-planet-energy.de)
- ElektrizitätsWerke Schönau https://www.ews-schoenau.de
- Naturstrom AG https://www.naturstrom.de

Strom - Nutzung
Fragen
1.
Wird der Stromverbrauch über das grüne Datenkonto erhoben? (https://www.ekir.gruenes-datenkonto.de)
2.
Hängen überall Hinweise zum Ausschalten der Geräte?
3.
Wird geprüft, ob es sparend wäre, Bewegungssensoren für Licht anzuschaffen?
4.
Wird bei einer Neuanschaffung von Geräten auf den höchsten Energieeffizienz-Standard geachtet?
5.
Wird auf LED-Leuchten umgerüstet?
6.
Werden die Heizungspumpen auf Hocheffizienzpumpen umgerüstet?
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Links und Tipps:

a. Weiterführende Informationen zum Thema:
https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/energiesparen
b. Es können kostenlos Geräte ausgeliehen werden, die den Stromverbrauch analysieren und herausfinden,
welche Geräte am meisten Strom verbrauchen. Ausleiheliste unter: http://energiekostenmonitor.de

Strom - Erzeugung
Fragen
1.
Wird versucht in Eurer Gemeinde/Einrichtung selbst Strom mit Hilfe einer Photovoltaikanlage zu erzeugen?
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Links und Tipps:

Hilfreiche Informationen gibt es über die Internetplattform der Evanglischen Kirche im Rheinland rund um Ökologie und Nachhaltigkeit: https://oeko.ekir.de/inhalt/handreichung-zu-photovoltaik

Heizung

Für eine gründliche Bestandsaufnahme der Gebäude und der Heizanlage ist ein Ortstermin mit einem Energieberater sehr hilfreich. Fragen rund um die energetische Sanierung und Finanzierung werden fachgerecht beantwortet: Energieberatersuche: www.energie-effizienz-experten.de Fördermittelwegweiser: https://oeko.ekir.de/inhalt/foerder-weg-weiser

Fragen
1.
Wird geprüft, ob die Heizungsanlage den neuesten technischen Ansprüchen (Brennwertkessel) entspricht?
2.
Wird eine Erneuerung der Heizanlage mit regenerativen Energieträgern (Pelletheizung oder Wärmepumpe) in Betracht gezogen?
3.
Wird die Dämmung der Gebäude überprüft?
4.
Wird die Heizungsregelungstechnik (z.B. Nutzungszeiten, Heizkurve, Pumpeneinstellung) überprüft?
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Links und Tipps:

Hilfreiche Informationen gibt es über die Internetplattform der Evanglischen Kirche im Rheinland rund um Ökologie und Nachhaltigkeit: https://oeko.ekir.de/inhalt/handreichung-zu-photovoltaik

Wasser

Große Einsparmöglichkeiten beim Wasserverbrauch lassen sich über Wasserspareinsätze oder Durchflussbegrenzer erzielen.

Fragen
1.
Werden Wasserspareinsätze oder Durchflussbegrenzer nachgerüstet?
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Ideen für die Jugendarbeit

Solarprojekte, Handyladestation, Smoothie-Fahrrad

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Mobilität

In den Angeboten der Jugendarbeit, der Gemeinde und des Kirchenkreises spielt Mobilität eine große Rolle. Die individuelle Anreise zu einzelnen Angeboten oder das Reisen in und mit Gruppen bedingt eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit diesem Thema unter nachhaltigen Anforderungen und den sich daraus ergebenden Fragen:

Mobilität gehört zu den größten Quellen der Schadstoff-Emissionen, vor allem im Autoland Deutschland. Im Jahr 2018 sind mehr als 19% der Treibhausgase im Mobilitätssektor entstanden (www.umweltbundesamt.de). Dabei liegt ein deutliches Gewicht auf der Nutzung von Flugzeugen und Autos. Der Ausstoß von CO2 liegt bei diesen Mobilitätstypen im Vergleich zum ÖPNV bei mehr als dem Dreifachen. Auch der Umstieg auf E-Mobilität ist da nur ein kleiner Gewinn. Neben der Mobilität an sich verursacht auch die Herstellung und Entsorgung von Fahrzeugen Emissionen. Gleichzeitig verbraucht der motorisierte Individualverkehr (vor allem Autos) riesige Flächen für Straßen und Autobahnen, die der Natur und uns Menschen nicht mehr zur Verfügung stehen.

Fragen
1.
Wird bei der Anreise (Veranstaltungen, Gremien, Freizeiten) auf klimafreundliche Verkehrsmittel geachtet?
2.
Achtet ihr bei der Ortswahl für Veranstaltungen auf gute Anbindung an den ÖPNV und beendet ihr Veranstaltungen so, dass eine Anreise ohne Auto möglich ist?
3.
Erstattet ihr nachhaltigere Anreisen vollständig oder zumindest besser als solche mit dem Auto?
4.
Unterstützt ihr bei der Gründung von Fahrgemeinschaften z.B. durch Bereitstellen von Teilnahmelisten nach Postleitzahl sortiert?
5.
Wird darauf geachtet, dass Treffen auch online stattfinden oder zumindestens zusammengelegt werden können, damit sich Reisewege reduzieren?
6.
Werden Lastenräder oder Autos zum Teilen/ Verleihen bereitgestellt?
7.
Setzt ihr euch politisch für die Verkehrswende ein?
8.
Kompensiert ihr anfallende Emissionen durch die Unterstützung von Klimaprojekten? (Oder wie wäre es zum Ausgleich ein eigenes Stadtbäume-Projekt zu starten?)
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Weitere nützliche Tipps Links:

Aktionen die zum Umsteigen Motivieren: www.Autofasten.de oder www.stadtradeln.de
CO2 Rechner für Auto, Flugzeug und Co. https://www.quarks.de/umwelt/klimawandel/co2-rechner-fuer-auto-flugzeug-und-co
Kirchlicher Kompensasiontsfonds www.klima-kollekte.de
Lastenräder: https://www.lastenfahrrad-welt.de
Carsharing: https://www.carsharing-news.de/carsharing
ADFC/VCD: https://www.adfc.de ; https://www.vcd.org/startseite
BUND: https://www.bund.net/mobilitaet

Ideen für die Jugendarbeit:

Radwanderfreizeiten, Kompensation von Bus und Flugreisen

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Biodiversität fördern und erhalten

Die Rahmenbedingungen der Jugendarbeit und der Gemeindearbeit sind entscheidend für ein positives Resultat. Eine nachhaltige Entwicklung in unserer Arbeit, die auch die natürliche Umgebung und ihre Vielfalt einbezieht, ist zukunftsweisend und ganzheitlich. Biodiversität umfasst die verschiedenen Lebensformen (Arten von Tieren, Pflanzen, Pilzen, Bakterien), die unterschiedlichen Lebensräume, in denen Arten leben (Ökosysteme wie der Wald oder Gewässer), sowie die genetische Vielfalt innerhalb der Arten (z.B. Unterarten, Sorten und Rassen).

Bereiche, in denen Biodiversität berücksichtigt und umgesetzt werden kann, sind: Flächen- und Landnutzung, Strukturelle Ebene, Gebäude, Bildung

Verantwortliche Flächen- und Landnutzung kircheneigener Flächen

- Um dem Verschwinden der Arten vorzubeugen und die Bodenfruchtbarkeit zu fördern, können Kirchengemeinden und Kirchenkreise strengere ökologische und nachhaltige Kriterien für ihre Verpachtungen durchsetzen (regenerative Landwirtschaft).

- Drei Prozent der landwirtschaftlichen Flächen, die in Deutschland bewirtschaftet werden, gehören den beiden großen Kirchen. Es gibt die Zahl, dass etwa 325.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche in den Gliedkirchen der EKD verpachtet sind. https://www.fairpachten.org

Fragen
1.
Ist eine Person (z.B. im Presbyterium) in der Kirchengemeinde bzw. im Kirchenkreis benannt, die Erfahrungen mit dem Gärtnern hat oder sich für das Thema Biodiversität einsetzen möchte und in diesem Zusammenhang beraten kann?
2.
Ist die entsprechende Person bei Aktivitäten und Entscheidungen der entsprechenden Gremien mit eingebunden?
3.
Werden Kollekten für Projekte zur Biodiversitätsförderung (für Akteur*innen und Aktionsgruppen vor Ort, für eigene Projekte, für überregionale Initiativen) gesammelt?
4.
Ist das Thema Biodiversität bewusst in der Jugend- und Konfirmand*innenarbeit eingebunden und thematisiert?
5.
Werden die verpachteten Flächen der Kirche nachhaltig genutzt?
6.
Engagieren sich die Pächter*innen im Bereich der Biodiversität?
7.
Werden freie “Eh da-Flächen” ökologisch vielfältiger gestaltet?
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Weitere nützliche Tipps Links:

Blühende Gärten statt Schottertristesse: Flächen rund um Kirchen (Stichwort “Eh da”-Flächen [Flächen, die nicht genutzt, sondern nur gepflegt werden]), Gemeindehäuser und Pfarrhäuser begrünen und vielfältig bepflanzen (Bäume, Sträucher, Insektenwiesen, Nutzgärten,...), ggf. lokale Gärtnereien für Pflanzenspenden (gegen Spendenquittung) anfragen.

Gebäudebereich:
- Dach- und Wandbegrünung an kircheneigenen Gebäuden, Erhalt von Trockenmauern (Mauern, die ohne Mörtel errichtet werden. Die Hohlräume können als Lebensräume für versch. Tiere dienen)
- Schwalbenpfützen, Nist- und Überwinterungshilfen für Vögel, Insektenhotels, Vogel- und Insektentränken, Fledermaus-freundliche bzw. Falken-freundliche Kirche (Lebensraum Kirchturm) https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/lebensraum-kirchturm/index.html

Ideen für die Jugendarbeit:

Die Akteur*Innen der Jugend- und Konfiarbeit entwickeln und gestalten Bildungsräume zum Thema der Biodiversität, z.B. in folgenden Bereichen:

  • Freizeiten, JuleicaPlus-Schulungen mit dem Themenschwerpunkt (Bio-)Diversität
  • Workcamps bzw. mit einer Gruppe in einem Biodiversitätsprojekt mitarbeiten, z.B. Bäume pflanzen,
  • gemeinnützige Gartenprojekte,...
  • Bildungsangebote
  • Bienen- und Insektenprojekte (Hotels, Beete, Seedbombs bauen/herstellen)
  • Anlegen eines Bibelgartens im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes (etwa 120 verschieden Pflanzen sind in der Bibel erwähnt)
  • Neues wachsen lassen: Projekte für und mit (!) Vielfalt (Saatgutgewinnung, Samen-, Pflanzen- und Garten-Tauschbörsen initiieren, interkulturelle Gartenprojekte durchführen und dadurch Begegnungen ermöglichen)
  • Guerilla Gardening Aktion (Blüten statt Beton)https://utopia.org/guide/guerrilla-gardening/ , https://de.wikipedia.org/wiki/Guerilla_Gardening
  • Beteiligung an Initiativen vor Ort, z.B. Essbare Stadt, Klimainitativen bzw. -gemeinschaften, Gemeinschaftsgärten, Urbane Gärten
  • Bäume pflanzen (lassen): Ecosia, https://a.plant-for-the-planet.org/de

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Netzwerke & Strukturen

Um nachhaltige Strukturen und entsprechendes Handeln in unserer Jugend- und Gemeindearbeit zu festigen, bedarf es struktureller Ansätze, die gemeinde- oder kirchenkreisübergreifend wirken und untereinander vernetzt sind. Eine Einbeziehung von regionalen und überregionalen konfessionellen Netzwerken ist sehr hilfreich.

Fragen
1.
Gibt es eine Person, die für den Bereich Nachhaltigkeit verantwortlich ist, z.B. eine*n Nachhaltigkeitsbeauftragte*n?
2.
Gibt es einen Ausschuss/eine Arbeitsgruppe zum Thema Nachhaltigkeit?
3.
Ist nachhaltiges Handeln als Leitbild in der Konzeption der Kirchengemeinde/Einrichtung verankert?
zu den nächsten Fragen
Links und Tipps:

Konferenz der Umweltbeauftragten der EKiR: https://oeko.ekir.de/inhalt/kirchenkreise-und-gemeinden
Digitaler Öko-Stammtisch der EKiR: https://oeko.ekir.de/stammtisch
Faires Jugendhaus: https://fairesjugendhaus.de

Öffentlichkeitsarbeit / Bildungsangebote
Fragen
1.
Wird das Thema Nachhaltigkeit in den Medien der Kirchengemeinde/Einrichtung regelmäßig kommuniziert? (Gottesdienst, Gruppen, Aushänge/Plakate, Website, Social Media, Gemeindebrief)
2.
Wird öffentlich zu verschiedenen Aspekten von Nachhaltigkeit Stellung bezogen?
3.
Wird das erlangte Wissen bekannt gemacht?
4.
Werden andere motiviert mitzumachen und Impulse gesetzt?
5.
Wird Social-Media und Pressearbeit bei Aktionen und Projekten mitgedacht?
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zu den nächsten Fragen
Links und Tipps:

Konferenz der Umweltbeauftragten der EKiR: https://oeko.ekir.de/inhalt/kirchenkreise-und-gemeinden
Digitaler Öko-Stammtisch der EKiR: https://oeko.ekir.de/stammtisch
Faires Jugendhaus: https://fairesjugendhaus.de

Kooperationen
Fragen
1.
Wird mit anderen Gruppen (z.B. Fridays for future, Nabu, Amnesty, BUND) thematisch zusammengearbeitet?
2.
Werden strukturelle Kooperationen bei Projekten und Maßnahmen vor Ort angestrebt? (Kommune, andere Kirchen & Religionsgemeinschaften, Vereine, Schulen)
3.
Wird in Netzwerken mitgearbeitet? (Fairtrade Town, Faires Jugendhaus)
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Links und Tipps:

Konferenz der Umweltbeauftragten der EKiR: https://oeko.ekir.de/inhalt/kirchenkreise-und-gemeinden
Digitaler Öko-Stammtisch der EKiR: https://oeko.ekir.de/stammtisch
Faires Jugendhaus: https://fairesjugendhaus.de


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Was dahinter steckt
Es ist Zeit zum Handeln

Es ist genug geredet worden, wir finden: Es ist an der Zeit mutig zu handeln! Es geht jetzt um die aktuellen und zukünftigen Lebensbedingungen der jetzigen und kommenden Generationen weltweit!

Wir treten mit Nachdruck für eine nachhaltige, sozial gerechte und ökologische Entwicklung ein. Aus unserem Glauben und der biblisch begründeten Schöpfungsverantwortung heraus folgt der Auftrag zur Gestaltung der sozial-ökologischen Transformation und zur Förderung einer Kultur der Nachhaltigkeit. Das bedeutet, die Menschen achten einander als Nächste und respektieren die Begrenztheit aller Ressourcen. (aej/EJiR)

Unsere Verantwortung

"Ohne Solidarität zwischen den Generationen kann von nachhaltiger Entwicklung keine Rede mehr sein. [ .. ] Wir reden hier nicht von einer optionalen Haltung, sondern von einer grundlegenden Frage der Gerechtigkeit, da die Erde, die wir empfangen haben, auch jenen gehört, die erst noch kommen." (Laudato Si Absatz 159)

“Als Evangelische Kirche in Deutschland ist uns die besondere Verantwortung, die wir für einen solchen Werte- und Kulturwandel tragen, sehr deutlich. Diese Verantwortung nehmen wir – getragen von den Verheißungen Gottes und zugleich von seinem Ruf zur Umkehr – bewusst und dankbar an. Wir wollen in dem Umsetzungsprozess der Agenda 2030 Mahner, Mittler und Motor sein.” (EKD Texte 130, S.7)

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Leitprinzip Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit

Der Begriff der Nachhaltigkeit ist vielschichtig und umfasst viele Dimensionen und Aspekte. In der Regel denkt man beim Stichwort Nachhaltigkeit an die drei Säulen Ökologie, Ökonomie und Soziales. Diese Einteilung ist aber eigentlich nur ein analytisches Hilfsmittel um zu erkennen, dass diese drei getrennt gedachten Bereiche immer zusammenhängen und zusammen gedacht werden müssen. Es geht also nicht um Gegensätze oder konkurrierende Ziele, sondern darum, gemeinsam und kooperativ die richtige Balance zu finden. (Wobei die planetaren Grenzen und die allgemeinen Menschenrechte unabdingbare Voraussetzungen sind.)

Alle drei Bereiche verbinden sich in unserer Lebens- und Alltagskultur und werden von dieser geprägt. Unsere Lebenskultur ist damit der zentrale Ansatzpunkt für die zukunftsorientierte Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung. Ihre Standards, Werte und Routinen geben uns Sicherheit und nehmen uns viele Entscheidungen ab. Wollen wir aber angesichts des aktuellen Zustands unseres Planeten ein verantwortungsvolles Leben führen, müssen wir diese hinterfragen.

Als Orientierung für eine nachhaltige Entwicklung dienen die 2015 von der UN beschlossenen Nachhaltigkeitsziele (SDG – Sustainable development goals). Mehr dazu erfahrt Ihr auf unserer SDG-Seite https://ejir.de/sdgs/#start

Entwicklung

Denn „nachhaltige Entwicklung ist nichts festgelegtes, sondern ein Prozess des Umwälzens, eine zukunftsfähige Option in einer Welt, die sich im Umbruch befindet. Nachhaltigkeit ist eine Grundidee, ein Denkprinzip oder Parameter, in dem wir Altbewährtes neu denken können.“ [Nachhaltigkeit in 50 Sekunden, S. 25] Diese Checkliste soll dabei helfen, gewohnte Standards und Routinen zu hinterfragen und neu zu definieren. Dabei geht es zum einen um einen kooperativen und demokratisch-partizipativen Aushandlungsprozess mit allen Beteiligten, zum anderen aber auch um das Wagnis, mit mutigen Schritten zum Motor für eine nachhaltige Entwicklung [vgl. Bedford-Strohm in EKD-Text 130] und ein Vorbild für andere Akteur*innen zu werden. Es ist klar, dass die Möglichkeiten der Menschen und Institutionen, sich nachhaltig zu verhalten, verschieden sind.

Diese Checkliste ist sehr umfassend angelegt, damit jede und jeder ein Handlungsfeld findet, bei dem der Wirkungsgrad der eigenen Möglichkeiten groß ist und das Handeln in und als Institution einen deutlichen gesellschaftspolitischen Handprint hinterlässt.

Nachhaltigkeit kurz und gut erklärt:
https://www.jugendpraegt.de/durchblick/nachhaltigkeit/

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