#gemeindegestalten EJiR ruft auf: Presbyteriumswahlen 1.März 2020

Gestalte deine Gemeinde mit deiner Stimme bei der Presbyteriumswahl am 1.März 2020!

Du bist evangelisch? Du bist mindestens 14 Jahre alt und konfirmiert? Dann mach mit bei der Presbyteriumswahl 2020 am 1. März in deiner Kirchengemeinde.

Zum Entstehungsvideo dieser wunderschönen Gestaltung: https://youtu.be/yMjMNUIupJU

Mit deiner Stimme entscheidest auch du darüber, was in deiner Gemeinde passiert. Das Presbyterium ist die Leitung der Gemeinde. Es wird alle vier Jahre gewählt und bestimmt über alle wichtigen Angelegenheiten der Gemeinde.

Du kannst mitgestalten. Wähle die Kandidatinnen und Kandidaten, die deine Interessen vertreten.

  • Du findest, es sollte mehr Jugendarbeit in der Gemeinde geben?
  • Du meinst, Konfiarbeit kann man auch anders machen?
  • Du willst, dass mehr junge Leute in der Gemeinde mitmischen und junge Leute sich angesprochen fühlen?
  • Du denkst, deine Gemeinde sollte sich aktiv für Benachteiligte einsetzen.
  • Du glaubst, die Gemeinde könnte selbst mehr gegen den Klimawandel unternehmen?
  • Du möchtest, dass Gottesdienste auch mal in anderer Form stattfinden?
  • Du hast das Gefühl, wenn sich nichts ändert, kommen noch weniger?

Oder noch ganz was anderes? Du entscheidest!

Du hast bestimmt eine Wahlbenachrichtigung bekommen. Da sind alle Kandidatinnen aufgelistet und meistens auch, wofür sie sich einsetzten. Welche Kandidatinnen und Kandidaten passen am besten zu dem, was du auch willst? Und wenn du noch Fragen hast? Dann frag nach. In der Jugendarbeit oder bei den Kandidatinnen und Kandidaten oder bei deiner Pfarrerin oder deinem Pfarrer. Wann und wo gewählt wird steht auf deiner Wahlbenachrichtigung – Briefwahl geht auch.

Deine Stimme kann entscheiden, wo es lang geht. Mach mit mach’s bunter. #gemeindegestalten am 1. März

Deine Evangelische Jugend im Rheinland

Link zum Gestaltungsvideo unserer aufblühenden Gemeinde: https://youtu.be/yMjMNUIupJU

Die Zeit rennt… jetzt noch für NEWS4U bewerben

DIE ZEIT RENNT – BEWERBUNGSSCHLUSS IST DER 20. DEZEMBER 2019
NEWS4U 2020 steht in den Startlöchern, die Referenten scharren schon mit den Hufen und wir können es auch kaum erwarten, dass es endlich losgeht, aber wir sind nichts ohne euch, also…

…an alle Jugendleiter, Pfarrer, Leiter von Jugendgruppen oder -häusern, Sportvereinen, Lehrer, Schulleiter, Fahrschullehrer, Musikschullehrer, Schülerzeitungen, SVen, Stufenleiter, Chorleiter und euch alle, die ihr mit all den motivierten, engagierten Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren zusammenarbeitet: MACHT ALARM UND EURE JUGENDLICHE AUF DIESE CHANCE AUFMERKSAM!
Denn NEWS4Uler sind ausgebildete Medienprofis, die ihr neu gewonnenes Wissen sicher gern mit euch teilen oder euch in Sachen Social Media und Co. bestimmt tatkräftig unterstützen möchten.

…an alle medienaffinen, interessierten Jugendlichen mit Berufswunsch „Medien“: NUTZT JETZT DIESE CHANCE UND BEWERBT EUCH!
Denn NEWS4U ist nicht nur ein riesen Spaß und ganz viel neue Skills, sondern auch viele spannende und potentiell nützliche Kontakte in die große, weite Medien- und Agenturwelt, die euch in der Ausbildung, im Studium und beim Berufsstart sicher weiterhelfen.

In diesem Sinne, nutzt die Zeit, rührt die Werbetrommel und haut in die Tasten. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen bis 20. Dezember 2019 an: news4u@ekir.de.

Jugendreferent/in in Essen gesucht

Jugendreferent (m/w/d)

Veröffentlicht am 04. November 2019
Arbeitsort: Essen
Stellenumfang: Vollzeit
Dienstbeginn: 01. Januar 2020
Voraussetzung: Mitglied in einer evangelischen Landeskirche
Ende der Bewerbungsfrist: 30. November 2019

Wir suchen für das Team des Jugendreferates einen Jugendreferenten (m/w/d) in Vollzeit befristet für 2 Jahre. Eine Verlängerung wird angestrebt.

Das Jugendreferat ist ein Dienst des Kirchenkreises zur Unterstützung der Kirchengemeinden in Essen und Geschäftsstelle der Ev. Jugend in Essen.

Diese Aufgaben erwarten Sie bei uns

– fachliche Unterstützung der Mitarbeitenden in den Jugendhäusern und Jugendarbeiten der
Kirchengemeindendekonzeptionen verankerten Leitsätzen sowie konzeptioneller Beratung
– fachliche Unterstützung und Begleitung von gemeindlichen Jugendausschüssen
– Mitarbeit im Konvent der Jugendreferent*innen im Kirchenkreis
– Netzwerkarbeit und fachliche Vertretung für die Evangelische Jugend Essen in kirchlichen
und außerkirchlichen Gremien
– Koordination und Durchführung von Schulungs- und Fortbildungsangeboten für Mitarbeitende
– Planung und Durchführung von Projekten und Angeboten im Kirchenkreis
– Mitwirkung an der Konzeptentwicklung
„Evangelische Kinder- und Jugendarbeit im Kirchenkreis Essen“
– Konzeptionelle Überlegungen von Jugendarbeit und Schule, insbesondere zu
den Entwicklungen im Offenen Ganztag
– Koordination und Konzeption von vier Einrichtungen offener
Kinder- und Jugendarbeit in eigener Trägerschaft
– fachliche Begleitung der darin beruflich Mitarbeitenden.

Das erwarten wir von Ihnen

– ein abgeschlossenes Studium der Sozialpädagogik, der Sozialen Arbeit oder eine vergleichbare
Qualifikation (gerne mit Doppelqualifikation, z.B. Abschluss in Religions- bzw.
Gemeindepädagogik/Diakonie)
– Berufserfahrung in der offenen Kinder- und Jugendarbeit
– (ehrenamtliche) Erfahrung in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und in ehrenamtlichen Teams
– initiativ und kommunikativ
– Selbstständiges arbeiten, Kooperationsbereitschaft, Teamfähigkeit,
Flexibilität sowie die Fähigkeit zu vernetztem Denken
– gute Organisations- und Koordinationsfähigkeit
– Erfahrung bei der Erstellung von Konzepten
– Bereitschaft zur Arbeit an Abenden und am Wochenende mit
– Führerschein der Klasse B ist erwünscht.

Das können wir Ihnen bieten

– eine interessante und selbständige, verantwortungsvolle Aufgabe
– die Möglichkeit, Arbeitsprozesse mitzugestalten und zu initiieren
– ein abwechslungsreiches Arbeitsgebiet, in das Sie sich mit ihren Ideen und
Fähigkeiten einbringen können
– engagierte und erfahrene Kollegen*innen im Jugendreferat des Kirchenkreises
– gezielte Fort- und Weiterbildungen sowie die Möglichkeit zur Supervision
– Vergütung nach BAT-KF, entsprechend Qualifikation & persönlichen Voraussetzungen
– eine attraktive Altersversorgung
– weitere Sozialleistungen (u. a. Firmenticket).

Wir fördern die berufliche Gleichstellung aller Geschlechter und heißen Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen willkommen. Die einschlägigen Bestimmungen des SGB IX werden beachtet.

Für Rückfragen steht Ihnen die Leitung des Jugendreferats / Geschäftsführung der Evangelischen Jugend Essen – Iris Schumann, Tel.Nr. 0201-2205-126, info@ejessen.de – gerne zur Verfügung.

Ein Europa für Alle

#thistimeiamvoting #eineuropa#gehmalwiederaufdiestrassegehmalwiederdemonstrieren

An die Mitglieder der Delegiertenkonferenz
der Evangelischen Jugend im Rheinland!

Sehr geehrte Damen und Herren,
die vergangene Delegiertenkonferenz hat beschlossen, dass die Evangelische Jugend im Rheinland sich dem Aufruf des Bündnisses „Ein Europa für Alle“ zur Demo am 19.05.2019 in Köln zum Thema „Ein Europa für Alle: Deine Stimme gegen Nationalismus!“ anschließt. Die Evangelische Jugend im Rheinland ruft die Gemeinden, Kirchenkreise, Werke und Verbände dazu auf, den Aufruf in ihren Strukturen weiterzutragen und zur Teilnahme an den am 19.05.2019 stattfindenden Großdemonstrationen zu ermutigen. Humanität, Menschenrechte, Demokratie, Vielfalt, Meinungsfreiheit, soziale Gerechtigkeit und eine sozialökologische Lösung der Klimakrise sind Werte und Ziele, denen sich die Evangelische Jugend im Rheinland uneingeschränkt anschließt.

Es soll natürlich nicht beim Beschluss allein bleiben, sondern es sollen auch Taten folgen.

Inzwischen gibt es auch eine Homepage mit Informationen. Dort können bei Bedarf auch Werbematerialien bestellt werden:
https://www.ein-europa-fuer-alle.de/koeln

Nochmals zur Erinnerung: unter dem #ejir können sich die Menschen, die Interesse haben, finden und gemeinsam an dieser Demonstration teilnehmen.

Herzliche Grüße im Namen der Vorstandes der Evangelischen Jugend im Rheinland

Graphic Recording zum Download

Lange gedauert, jetzt ist es endlich da:

Das Graphic Recording zum Download.

Bei Veröffentlichung ist immer das Copyright @Illigens.biz zu verwenden!

Falls es Interesse am Künstler gibt, so sind alle Informationen auf seiner Homepage www.illigens.biz zu finden.

Zum Download einfach auf das Bild klicken und speichern.

 

Die XXL Version gibt es hier als Download

 

Jugendsynode gibt Landessynode Hausaufgaben auf

Die erste Jugendsynode der Evangelischen Kirche im Rheinland macht sich für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, für neue Gemeindeformen und die stärkere Teilhabe von jungen Leuten auch an der Leitung von Kirche stark. Am Ende dreier intensiver Tagungstage gaben die 110 Delegierten der heute beginnenden Landessynode, dem obersten Leitungsgremium der rheinischen Kirche, fünf Beschlüsse mit auf dem Weg.

Die fünf Beschlüsse der Jugendsynode im Überblick:

Partizipation

Die Evangelische Kirche im Rheinland soll verbindliche Formen der Teilhabe junger Menschen in ihrer gemeindlichen Arbeit und in ihren Gremien schaffen. Konkret schlägt die Jugendsynode der Landessynode vor, über einen Zeitraum von drei Jahren mit fünf Kirchenkreisen innovative Modelle zur Partizipation junger Menschen zu erproben. Kirchliche Schulen sollen exemplarisch Teilhabe als Element demokratischen Handelns einüben. Außerdem sollen „wirksame und überprüfbare Qualitätskriterien“ für die Partizipation in der kirchlichen Gremienarbeit entwickelt werden. Die Kirchengemeinden und Kirchenkreise sollen verbindliche Fachausschüsse für Jugend einrichten, in denen junge Menschen die Hälfte der Mitglieder stellen. Dazu soll auch die Kirchenordnung geändert werden.

Die Jugendsynode hofft zudem, dass die Kirchenkreise künftig mehr junge Menschen in die Landessynode entsenden. Impulse erwartet die Jugendsynode von der Landessynode auch für die Arbeit mit Konfirmandinnen und Konfirmanden. Sie schlägt beispielsweise einen Rahmenplan vor, aus denen Gemeinden zusammen mit den Jugendlichen religionspädagogische Module ausgesucht werden. Auch an eine engere Verzahnung von Konfiarbeit und Jugendarbeit denkt die Jugendsynode. Über diese Vorschläge für mehr Partizipation junger Menschen in der Kirche hinaus, hat die Jugendsynode auf gesellschaftliche Teilhabe im Blick. So erhofft sie, dass die Landessynode sie in ihrer Forderung, das aktive Wahlalter auf Landes- und Bundesebene zu senken, unterstützt.

Geflüchtete/EU-Außengrenzen

Angesichts einer permanenten Verschärfung des Asylrechts und restriktiven Abwehr von Flüchtenden an den Außengrenzen der Europäischen Union (EU) beschäftigte die  Teilnehmenden der Jugendsynode vor allem das Schicksal unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter. Sie fordert die Gemeinden ihrer Kirche auf, vor der Europawahl im Mai 2019 das Gespräch mit Politikerinnen und Politikern zu suchen und sie für die  besondere Schutzbedürftigkeit dieser jungen Menschen vor Missbrauch, Menschenhandel und Ausbeutung zu sensibilisieren. Beispielhaft nennt sie ein Projekt des Kirchenkreises Jülich, das minderjährigen Geflüchtenden, die im marokkanischen Oujda gestrandet sind, Lebensperspektiven ermöglicht.

Darüber hinaus empfehlen die Jugendsynodalen, die Evangelische Kirche im Rheinland solle sich dem Bündnis Seebrücke anschließen. Die von Bündnissen und Akteuren der Zivilgesellschaft getragene Bewegung setzt sich für sichere Fluchtwege ein, für eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und die menschenwürdige Aufnahme derjenigen, die auf der Flucht sind. Um möglichst viele Schiffbrüchige aus dem Mittelmeer zu retten, spricht sich die Jugendsynode dafür aus, dass sich die Evangelische Kirche im Rheinland über ihr bisheriges Engagement hinaus an der Finanzierung eines neuen Schiffs für die Organisation SOS Mediterranee beteiligt.

Jugend- und Familienarmut

Zu verstärktem Engagement gegen Kinder-, Jugend- und Familienarmut fordert die Jugendsynode die Evangelische Kirche im Rheinland auf. Dazu gehören der Einsatz für die Umsetzung der von den Vereinten Nationen beschlossenen Kinderrechte, eine Kindergrundsicherung und eine Existenzsicherung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die gesellschaftliche Teilhabe gewährleistet. Eine „Kultur des Helfens“ soll ein Miteinander ohne „Geben-und-Nehmen-Gefälle“ ermöglichen.

Im Leitpapier fordert die Jugendsynode die Kirche auf, sich für niederschwellige lokale Servicestellen einzusetzen, die Kinder, Jugendliche, Eltern und Familien beraten und unterstützen. Die Stellen sollen hilfesystemübergreifend arbeiten. Kritisiert wird das sogenannte Schnittstellenmanagement für Jugendliche, die zum Beispiel in der Erziehungshilfe aufgewachsen sind. Bei Volljährigkeit ende die finanzielle Unterstützung. Doch wer zuvor im Heim untergebracht gewesen sei, brauche dann ein neues Dach über dem Kopf.

Die Jugendsynode beklagt, dass die Kinderarmutszahlen in Deutschland seit Jahren auf hohem Niveau seien. Durchschnittlich sei jedes vierte Kind in Deutschland von Armut betroffen. Das bedeute, dass eine Familie mit weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens leben müsse. Besonders Familien mit drei und mehr Kindern, mit Migrationshintergrund und Familien von Alleinerziehenden seien von Armut gefährdet. Bildungsabschluss und Wohlstand der Eltern bestimmten weiter erheblich den Schulerfolg und die Bildungswege der Kinder.

Die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen beschreibt die Jugendsynode als die am stärksten durch Armut gefährdete Altersgruppe. Ohne Schulabschluss sei die Gefahr eines dauerhaften Lebens in Armut sehr hoch. Die Sanktionsregeln des Sozialgesetzbuches II („Hartz IV“) für junge Menschen seien zudem strenger als für ältere und entkoppelten sie vom sozialen Sicherungssystem.

Positiv bezieht sich die Jugendsynode auf die Offene Kinder- und Jugendarbeit in evangelischer Trägerschaft. Die sozialraumorientierte Arbeit der Gemeinden und Kirchenkreise solle unterstützt werden. Rund 240 Einrichtungen im Rheinland böten viele Möglichkeiten der Verselbstständigung und der Selbstpositionierung für Jugendliche. Die Fachkräfte hätten ihren Blick geschärft für die Lebenslagen der Jugendlichen. Es würden unter anderem Mittagstische und Hausaufgabenhilfen angeboten und die Fachkräfte hätten immer ein offenes Ohr für Wünsche und Sorgen.

Gemeindeformen

Der Grundsatzbeschluss stand schon, jetzt muss noch die Finanzierung geregelt werden – und dazu gibt die Jugendsynode schon einmal kräftigen Rückenwind: „Mit Begeisterung“ schließt sie sich der Entwicklung neuer Gemeindeformen an. Denn: Die Förderung neuer Gemeindeformen und besonderer Gemeinschaften ist eine „Ermutigung zur Veränderung unserer Kirche“, wie es im einstimmig gefassten Beschluss heißt.

Im Einzelnen sind jetzt zu regeln, und darüber hat die Landessynode 2019 zu entscheiden: Mittel für die Finanzierung, auch von Pfarrstellen, Richtlinien für deren Vergabe sowie eine Projektstelle zur Koordinierung.

Die Förderung gilt für Formen von Gemeinde neben der Ortsgemeinde und für sogenannte Erprobungsräume. Dafür werden bis zu fünf Pfarrstellen und jährlich 500.000 Euro bereitgestellt, sieht die Vorlage an die Landessynode vor. So gibt die Landeskirche zwar eine Anschubfinanzierung, aber es wird sichergestellt, dass in der Region das Projekt durch Übernahme von Verantwortung und Aufbringen finanzieller Mittel verankert wird. Die Jugendsynode hat der Landessynode aufgetragen, im Vergabegremium, das die Kirchenleitung berufen soll, auch junge Menschen sowie den Verband Evangelische Jugend im Rheinland zu beteiligen.

Jugendarbeit

Die Jugendsynode setzt sich für verlässliche Ressourcen in der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit ein. Gerade eine vielfältige evangelische Kinder- und Jugendarbeit benötige eine entsprechende personelle und materielle Ausstattung, erklärte Pfarrer Markus Risch bei der Einbringung des Beschlussantrags an die Jugendsynode. Deswegen sei es wichtig, flächendeckend ausreichend Personalstellen in der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit vorzuhalten, die vom Stellenumfang so eingerichtet seien, dass sie in einer Zeit des zunehmenden Fachkräftemangels attraktiv blieben. Die Jugendsynode bittet die Landessynode daher, Beispiele guter Personalkonzepte in den Kirchenkreisen zu sammeln und zu kommunizieren. Die Jugendsynode fordert zudem ein verbindliches Qualifikationsniveau für beruflich in der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit Tätige, damit diese auch für die „komplexer werdenden Lebenswelten der Jugendlichen und die sich verändernden kirchlichen Landschaften“ gerüstet seien, erklärte Risch. Dazu gehöre auch die Förderung beruflicher Kompetenzen, wo diese noch fehlten. Kirchengemeinden, in denen die materielle, personelle und auch räumliche Ausstattung der Kinder- und Jugendarbeit gefährdet sei, sollten unterstützt werden. Dafür solle die Landessynode entsprechende Möglichkeiten prüfen. Die Jugendsynode denkt dabei etwa an Anschubfinanzierungen, Budgets, Co-Finanzierungen oder Fundraising. Schaffung, Erhaltung und Stärkung von Strukturen der Kinder- und Jugendarbeit beschreibt die Jugendsynode als Gemeinschaftsaufgabe, die alle Ebenen der Kirche verbindet.

Alle eins

Alle eins

Am Ende waren die Unterschiede kaum noch bemerkbar, die unterschiedlichen Herkünfte der Mitglieder der ersten Jugendsynode der Evangelischen Kirche im Rheinland. Wie das komplett neue Format funktioniert hat, erzählt Jana Schruff in ihrer Reportage, für die sie zwei Teilnehmende begleitet hat.

Menschen durchqueren den Flur. Mit Rollkoffer oder Rucksack auf den Weg zu ihrem Zimmer. Mittendrin im Gewusel: kleine Gruppen, plaudernd ins Gespräch vertieft. Handwerker errichten Stände. Im großen Saal des Tagungshotels in Bad Neuenahr hängt schon das Banner. Die erste Jugendsynode der Evangelischen Kirche im Rheinland wird bald beginnen.

Pfarrerin Miriam Haseleu

Pfarrerin Miriam Haseleu

Mitten im Geschehen ist auch Miriam Haseleu. Sie arbeitet als Pfarrerin in der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Nippes, ist eine von 110 Delegierten. Die 38-jährige ist gespannt und neugierig auf die kommenden Tage und vergibt schon mal Vorschusslorbeeren: „Ich bin total begeistert, dass die Landessynode beschlossen hat, eine Jugendsynode zu veranstalten.“

Das oberste Entscheidungsgremium der zweitgrößten Landeskirche hat die deutschlandweite Premiere auf den Weg gebracht. Pfarrerin Haseleu kommentiert: „Ich bin offen für alles was passiert und hoffe, dass die Jugendlichen sich mit ihren Themen einbringen und auch gehört werden.“

Philipp Lavall

Philipp Lavall

Philipp Lavall kommt aus dem Kirchenkreis Saar-West, er ist Jahrgang 1995 und damit „Jugend“. Und er ist „Kirche“: Philipp Lavall ist Mitglied im Vorstand der Evangelischen Jugend im Rheinland. Auf der Jugendsynode leitet er die Arbeitsgruppe zum Thema EU-Außengrenzen. Für die kommenden Tage wünscht er sich, „dass alles auf Augenhöhe stattfindet und funktioniert“. Wünsche, Erwartungen, Hoffnungen: Die Jugendsynode ist ein Versuch. Noch weiß niemand, in welche Richtung das führt.

Vor dem Fazit eine kurze Zwischenbilanz. Die Türen sind zu und die Teilnehmenden beraten in Arbeitsgruppen. Miriam Haseleu, die sich für die Auseinandersetzung mit dem Thema Jugendarbeit entschieden hat, erlebt, dass der Austausch von beiden Seiten gewünscht ist und ernst genommen wird. „Die Jugendlichen werden wahrgenommen. Es gibt eine große Wertschätzung, dass sie da sind, und ebenfalls ein Interesse daran, was sie sagen.“

Konstruktive Zusammenarbeit

Austausch. Augenhöhe. Arbeitsgruppen. Tatsächlich entwickelt sich ein Miteinander der verschiedenen Delegierten. Das zeigt sich nicht nur in den Berichten aus den Arbeitsgruppen. Auch bei den gemeinsamen Pausen sind die Gruppen aus Landessynodalen und ehrenamtlichen Jugendlichen gemischt.

Einen ähnlichen Eindruck hat Philipp Lavall bei der Diskussion in seiner Arbeitsgruppe. Zwischen den Delegierten besteht eine konstruktive Zusammenarbeit. Jeder hat ein Interesse an den Argumenten des anderen. Das Miteinander steht hier im Vordergrund. Phillip Lavall sieht sich als Leiter der Arbeitsgruppe EU-Außengrenzen in erster Linie als eine Art Begleiter: „Als Leitung ist man hauptsächlich zur Moderation da, man soll die Gruppe insgesamt zu einem Ziel führen.“

Gelungene Partizipation

Und schon ist Sonntag. Zum Abschluss werden Papiere aus den acht Arbeitsgruppen der Jugendsynode im Plenum diskutiert, bevor über die endgültige Fassung abgestimmt wurde. Die fünf Themen der Beschlüsse der Jugendsynode lauten Partizipation, Geflüchtete/EU-Außengrenzen, Jugend- und Familienarmut, Gemeindeformen sowie Jugendarbeit. Schön, dass wir geredet haben? Nein, die Beschlüsse der Jugendsynode gehen nun unmittelbar an die Landessynode.

Als richtungsweisend für den Themenschwerpunkt Partizipation ist Miriam Haseleu besonders der Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Ilg in Erinnerung geblieben. „Er hat uns sehr viel Mut gemacht, Jugendliche einzubeziehen und ihnen eine Stimme zu geben. Der Vortrag hat viele in dieses Thema mit reingenommen.“

Zukunft bleibt zunächst offen

Die inhaltliche Einstimmung und die enge Zusammenarbeit der Delegierten untereinander bleiben beim Rückblick auf das Wochenende positiv in Erinnerung. Auch die Vorbereitung der Jugendsynode nimmt Miriam Haseleu als gelungen wahr: „Eine Stärke der Jugendsynode war es, dass vieles schon gut vom Vorbereitungsgremium vorgearbeitet war und man inhaltlich eintauchen konnte.“

Trotz des überwiegend positiven Eindrucks kommen Vorschläge für Verbesserungen für die Zukunft auf. Zum Beispiel die gewöhnungsbedürftigen Sitzungs- und Abstimmungsformalitäten. Miriam Haseleu: „Ich glaube, da braucht es parallel noch Strukturen, die näher an den Jugendlichen dran sind. Ein Synoden-Setting ist vermutlich nicht dafür geboren, über Themen von Jugendlichen zu sprechen, aber es ist ein wichtiger Schritt in der Partizipation.“

Positiver Gesamteindruck

Eine Premiere, die nach Wiederholung schreit? Philipp Lavall gibt den Denkanstoß, dass die Zukunft der Jugendsynode davon abhängig ist, was sich aus dem Format Jugendsynode entwickelt. „Für die Zukunft müssen wir schauen, ob der Prozess anläuft. Es wird sich zeigen, ob wir eine neue Jugendsynode brauchen oder bereits mit diesem Wochenende ein ausreichender Prozess in Gang gesetzt wurde.“

Zum Schluss bleibt der positive Eindruck von Gemeinschaft und Zusammenarbeit. Philipp Lavall: „Am Ende hat man nicht gemerkt, wer von der Landessynode oder vom Jugendverband kommt. Es waren alle eins.“

Reporterin und Fotograf:
Jana Schruff studiert Germanistik und Geschichte in Bonn. Die 21-Jährige arbeitet journalistisch beim Campusradio bonnFM.
Thomas Müller (18) besucht die Berufsbildende Schule Betzdorf / Kirchen im Westerwald und ist ehrenamtlich Jugendleiter in seiner Evangelischen Kirchengemeinde Gebhardshain.
Beide haben das Jugendmedientraining NEWS4U absolviert und begleiten die Jugendsynode der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Julias Jugendsynode – Alle Videos

Hier findet ihr alle Videos des Projektes “Julias-Jugendsynode”. Julia Körfgen, Ehrenamtliche aus Köln, begleitete die Jugendsynode auf ihre ganz eigene persönliche Weise.

Videoreihe engagiert evangelisch

Eine Videoreihe mit vier Ehrenamtlichen zu ihrem Engagement in der Evangelischen Jugend.

Erfahrungsbericht: Unser junges Presseteam auf der Jugendsynode

Die erste Jugendsynode der Evangelischen Kirche im Rheinland stand im Zeichen der Beteiligung. Da war es doch naheliegend, dass junge Menschen auch im Presseteam mitmischen konnten. Als eine von drei Absolventinnen und Absolventen des kirchlichen Medienprojekts NEWS4U habe ich die Öffentlichkeitsarbeit unterstützt.

So wie die Jugendsynode Neuland war, war zuerst auch die Zusammenarbeit im Presseteam ungewohnt. Im ersten Redaktionsgespräch fühlten wir uns überrumpelt: Was wurde von uns erwartet? Wie sollten wir uns einbringen? Auch die Hemmschwelle war noch hoch. So war es eine Überwindung, Fragen zu stellen.

Doch bereits samstags war unser Team eingespielt und wir arbeiteten stärker zusammen. Beispielsweise in unserer Videoreihe „engagiert. evangelisch.“, beriet ich mit einer Kollegin aus der Öffentlichkeitsarbeit über Ideen und Konzepte. Dabei hatte ich stets das Gefühl, ernstgenommen zu werden und die endgültigen Entscheidungen treffen zu können. Auch in den Redaktionskonferenzen machten wir Jugendliche den Mund weiter auf. So kam es zu einem flüssigen Austausch.

Besonders beeindruckt an der Arbeit in der Redaktion hat mich der respektvolle Umgang miteinander. Wir arbeiteten nach dem Vier-Augen-Prinzip: Ein anderes Mitglied des Teams las jeden Beitrag vor der Veröffentlichung gegen. Dabei bekam ich Impulse, durch die ich besonders meine Texte auf ein neues Level heben konnte.

Und auch wir haben den älteren Redaktionsmitgliedern zur Seite gestanden: Zum Beispiel durch Rechtschreibkontrollen über die Schulter. Auch mit Gleichaltrigen konnten wir im Interview offener reden. Das habe ich vor allem bei der Videoreihe gemerkt.

Beteiligung bedeutet für mich Einbeziehung und Zusammenarbeit. Und nicht, dass die Erwachsenen uns junge Menschen mit zu viel Verantwortung überschütten. Die Balance zu finden, ist besonders im Gespräch oft schwierig – wie wir auch in diesen drei Tagen gemerkt haben. Doch wenn jeder sich bemüht und dem Anderen zuhört, wird die Zusammenarbeit ein bereicherndes Erlebnis für Jugendliche und Junggebliebene. Und so haben wir das Ziel der Synode voll erreicht.


Sandra Martinez Böhme (18) ist Schülerin des Gymnasiums Köln-Pesch. Sie ist Mitglied der Jugendredaktion der Evangelischen Kirchengemeinde Köln-Neue Stadt und schreibt dort Beiträge für den Blog smartghetto.de. Sie ist Absolventin des kirchlichen Medienprojekts NEWS4U und begleitet die Jugendsynode der Evangelischen Kirche im Rheinland.